Normen

Hier finden Sie Informationen zu gesetzlichen Bestimmungen und Normungen bezüglich Schuhe, Handschuhe und Kopfschutz.

Normen für Schuhe

Normen

EN 345
Sicherheitsschuhe
Diese Schuhe haben Zehenkappen, die bei der Prüfung einer Testenergie von 200 Joules unterliegen.
EN 346
Schutzschuhe
Diese Schuhe haben Zehenkappen, die bei der Prüfung einer Testenergie von 100 Joules unterliegen.
EN 347
Berufsschuhe
Es ist nicht erforderlich, dass diese Schuhe Zehenkappen haben müssen. Sollten die Schuhe doch Zehenkappen haben, unterliegen sie keiner Prüfung.

Kategorien nach EN 345

 SB 

 S1 

 S2 

 S3 

 S4 

 S5 

Zehenschutzkappe

x

x

x

x

x

x

ölbeständige Sohle

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x

x

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geschl. Fersenteil

 

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antistatisch

 

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x

Stoßdämpfung E

 

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x

wasserabstoßend

 

 

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x

 

 

Profil-Außensohle

 

 

 

x

 

x

Nageldurchtrittschutz

 

 

 

x

 

x

Material Gummi/PU

 

 

 

 

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x

 



Normen für Handschuhe

EN 420

Definiert die Grundanforderungen nahezu aller Schutzhandschuhe hinsichtlich:
  • Eignung für den Einsatzzweck
  • Handschuhgrößen
  • Unschädlichkeit
  • Produktinformation,- kennzeichnung und Verpackung
  • Konstruktion
  • Begleitende technische Informationen des Herstellers
  • Lagerung

Kategorie I - für minimale Risiken, Kennzeichnung: CE Cat. I

Kategorie II - für mittlere Risiken, Schutz gegen mechanische Gefahren (z.B. EN 388)

Kategorie III - für hohe Risiken, Schutz gegen tödliche Gefahren oder irreversible Gesundheitsschäden (z.B. begrenzter Schutz gegen Chemikalien)

EN 388 - Mechanische Gefahren 

a Beständigkeit gegen Abtrieb
b Schnittfestigkeit
c Reißfestigkeit
d Stichfestigkeit
Fallschnittfestigkeit
Antistatiktest

EN374 - Chemikalien und Mikroorganismen

Mikroorganismen: Die Beständigkeit gegen die Penetration von Mikroorganismen durch poröse Materialstellen, Nähte, kleine Löcher oder andere Materialunzulänglichkeit, bezeichnet als Akzeptierbarer Qualitätslevel (AQL)
Beständigkeit gegen chemische Gefahren: Die Messungen der Zeit, die eine Chemikalie benötigt, das Handschuhmaterial zu durchdringen.

EN 407 - Thermische Gefahren

a Brennverhalten
b Kontaktwärme
c Konvektive Hitze
d Strahlungswärme
e Verhalten gegenüber kleineren Spritzern geschmolzenen Materials
f Verhalten gegenüber großen Mengen geschmolzenen Materials

EN 511 - Schutz gegen Kälte 

a Konvektive Kälte
b Kontaktkälte
c Wasserdampfdurchlässigkeit

EN 421 - Schutz gegen ionisierende Strahlen und radioaktive Kontamination



Normen für Kopfschutz

Helme

Arbeitsschutzhelme müssen getragen werden, wenn Kopfverletzungen durch Anstoßen an Gegenständen, durch pendelnde, wegfliegende, herab- oder umfallende Gegenstände auftreten können:

Materialien:
  • Duoplaste (z.B. Glasfaser): UV- und älterungsbeständig, bruchfest bei Kälte, formbeständig bei Wärme, chemikalienbeständig
  • Thermoplaste (z.B. Polyethylen): eingeschränkte UV-, Kälte-, Wärme, Chemikalien- und Älterungsbeständigkeit

Gehörschutz

Ob man einen Kapselgehörschützer oder Gehörschutzstöpsel verwenden soll, richtet sich nach der Arbeitssituation und Arbeitsumgebung.

Kapselgehörschützer sind zu empfehlen, ...
  • wenn häufiges Auf- und Absetzen des Gehörschützers erforderlich ist, z.B. bei nur kurzem Aufenthalt im Lärmbereich (Bügelgehörschützer sind hier ebenfalls geeignet.
  • wenn wegen zu enger Gehörgänge Gehörschutzstöpsel nicht vertragen werden
  • wenn eine Neigung zu Gehörgangsentzündungen oder Unverträglichkeits- reaktionen vorliegt.
Kapselgehörschützer sollen vermieden werden, wenn gutes Richtungshören aus Sicherheitsgründen erforderlich sind.

Gehörschutzstöpsel sind zu empfehlen, ...
  • für Arbeitsplätze mit andauernder Lärmeinwirkung
  • bei zu starker Schweißbildung unter Kapselgehörschützern
  • bei gleichzeitigem Tragen von Brille oder Schutzbrille und Gehörschützer

Schutzmasken

  • FF P1: gegen gesundheitsgefährdende Feinststäube bis zum 4-fachen MAK-Wert
  • FF P2: gegen gesundheitsgefährdende Feinststäube, Rauche und flüssige Aerosole bis zum 10-fachen MAK-Wert
  • FF P3: gegen gesundheitsgefährdende Feinststäube, Rauche und flüssige Aerosole bis zum 30-fachen MAK-Wert

Schutzbrillen und Schutzschirme

Augen- und Gesichtsschutz ist einzusetzen, wenn Augen und Gesicht schädigenden äußeren Einflüssen ausgesetzt sind. Gefährdungen können durch mechanische, chemische, optische und thermische Einwirkungen entstehen:

Auswahl des geeigneten Gesichtsschutzes:
  • Korbbrillen: Schutzbrillen, bei denen der Trägerkörper korbartig ausgebildet ist, so dass die Brille den Augenraum dicht umschließt – Schützt Augen vor mechanischen, chemischen, optischen oder thematischen Gefahren – Arbeiten mit Chemikalien, Flüssigkeiten, Reinigungs- oder Galvanikarbeiten
  • Gestellbrillen: Schutzbrillen mit Seitenschutz und Ohrbügeln. Schützt Augen vor mechanischen und optischen Gefahren – Fräsen, Schleifen (klare Scheiben), Brennschneiden, Gasschweißen (getönte Scheiben)
  • Schutzschirme: Schützt Gesicht und teilweise auch den Hals. Schutzschirme werden am Helm oder direkt am Kopf getragen. Schützt vor mechanischen, chemischen, optischen oder thermischen Gefahren – Fräsen, Bohren, Reinigungs-, Laborarbeiten
Auswahl der geeigneten Sichtscheibenmaterialien
  • Polycarbonat: behält seine gleichbleibend guten mechanischen Eigenschaften und hohe Schlag- zähigkeit sowohl bei Wärme, als auch bei Kälte. Die obere Gebrauchstemperatur liegt bei 125° C. Durch stabilisierende Zusätze ist Polycarbonat beständig gegen Witterung und UV-Strahlung.
  • Acetat: zeichnet sich durch gute mechanische Eigenschaften bis zu Temperaturen von ca. 80° C aus und ist gegenüber vielen chemischen Einflüssen beständig.
  • Verbundglas: kratzfest, relativ schwer, empfindlich gegen auftreffende glühende Teilchen.